Süptitz

Süptitz hat eine Geschichte von über 1000 Jahren. Um 940 wird Sipnizi als ein deutscher Burgort beschrieben, der  im Gau Nisizi an der deutschen Grenzmark liegt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1004. Um das Jahr 1000 eroberten die Wenden das Gebiet und 100 Jahre später wurden unter Benno von Meißen  dort Deutsche angesiedelt.

 

Im Mittelalter wurde Wein und Hopfen recht häufig in unserer Region angebaut. Belgern, Torgau und Süptitz werden genannt. In Süptitz wurden für den Weinanbau die Süptitzer Berge mit ihren Südhängen genutzt. Um 1300 waren hier 29 Winzer tätig, die ihren eigenen Weinberg besaßen. Die Süptitzer Winzer waren als geschickte Weingärtner bekannt und die Landesherren erteilten ihnen eine Vielzahl von Vorrechten. Sie brauchten keine Steuern zahlen und waren vom Frondienst befreit. Neben den Winzern nahm auch der Staat hier den Weinanbau in die Hand. Wahrscheinlich da, wo die alte Burg stand, wurde unter markgräflicher Regierung  im Jahre 1358 ein etwa 11 Hektar großer Weinberg angelegt.


Ein Bergvoigt, ein Winzermeister und mehrere Winzerknechte übernahmen die Pflege der Reben. Unter Markgraf Friedrich dem Streitbaren (1381 - 1421) nahm der Weinanbau einen besonderen Aufschwung.
Ab 1426 zogen die Hussiten, aus Böhmen kommend, plündernd durch das Land und brachten dem Süptitzer Weinanbau  den Ruin. Mühselig wurde das Zerstörte wieder aufgebaut und der Weinanbau florierte wieder.


300 Jahre später erlitten die Süptitzer und der Weinanbau einen erneuten Rückschlag. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges hauste der schwedische Feldmarschall Banner, mit seinen zügellosen Horden 1637 fünf Monate lang in und um Torgau. Die Weinberge wurden erneut verwüstet und es dauerte wieder Jahre bis alles aufgebaut war. Im Jahr 1652 wurde ein neues Preßhaus gebaut, mit einer größeren Baumpresse. In einem Arbeitsgang konnten 25 Fässer Wein gepresst werden. Für die Düngung der Reben wurden auch große Mengen von Schafsmist gebraucht, so dass zu diesem Zwecke eine Amtsschäferei errichtet wurde, aus der später das Gut Zietenhof wurde. Die umliegenden Bauern mussten ihre Felder und Wiesen als Weideland zur Verfügung stellen und in der Weinlese mithelfen. Nach Beendigung der Weinlese wurde das Mostfest gefeiert (vgl. Neues Torgauer Kreisblatt 28.11.1994).

Im Verlauf des Siebenjährigen Krieges fand die Schlacht bei Torgau am 3. November 1760 auf den Süptitzer Höhen statt. Hans Joachim von Zieten (genannt Zieten aus dem Busch) errang für die Preußen unter Friedrich II. einen Sieg gegen die Österreicher. Die Schlacht bei Torgau auf den Süptitzer Höhen war die letzte und zugleich verlustreichste Feldschlacht des 18. Jahrhundert.


1815 traten die Preußen, als Folge des Wiener Kongresses, die Herrschaft in unserem Land an. Der Weinanbau verlor an Bedeutung und 1817 wurden die nun königlich- preußischen Weinberge meistbietend verkauft.


Mit der zunehmenden Rodung der Wälder und der Entwässerung der Wiesen wurde der Wasserhaushalt nachhaltig beeinträchtigt, so dass die Rebstöcke weniger Wasser bekamen und der Ertrag von Jahr zu Jahr abnahm. Die Weingärten wurden zu Ackerland und Obstgärten umgewandelt. 1900 stellte die letzte Weinpresse die Arbeit ein



Am 3. November 1860, also 100 Jahre nach der Schlacht auf den Süptitzer Höhen, wurde ein Denkmal enthüllt, welches von dem Torgauer Bildhauer Conrad dem Älteren geschaffen wurde. Es ist eine steinerne Siegessäule, die einen preußischen Adler trägt. 1952 wurde der Adler auf Denkmal, zusammen mit der Einfriedung eingegrabenen Geschützrohren, zwecks Metallbeschaffung  von Volkspolizisten entfernt. 

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